Di

12

Mai

2009

Videos

Hab auch noch ein paar Videos von Youtube bei Videos reingestellt. Schaut euch das Ganze einfach mal an.

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Di

12

Mai

2009

the last chapter

Das Ganze wird vielleicht mein letzter Blogeintrag hier werden. Warum? Ich habe Neuseeland bereits verlassen und warte in Seoul auf meinen Flug nach Frankfurt. Ingesamt warte ich schon seit fast 16 Stunden und 3 muss ich noch warten. Ist aber echt okay hier. Der Airport ist wirklich top. Die haben luxurioese Duschraeume, die man kostenlos nutzen kann und auch Sitzbaenke auf denen man halbwegs gut schlafen kann. Und freies Internet. Ansonsten laufen hier sehr viele mit Mundtuch rum. Aus Angst man koennte sich mit swine flu (wahrsch. Schweinegrippe auf dt.) anstecken. Naja, ich finde das Ganze sowieso etwas ueberzogen, aber das kann jeder selbst beurteilen.
Hab mit entschieden, meinen normalen Rueckflug zu nutzen, obwohl ich eigentlich laenger bleiben wollte. Grund hierfuer ist der, dass die Arbeitssituation nicht so toll war und ich darauf keine Lust hatte und soweit auch genuegend Geld zusammen, um in drei Wochen halbwegs alles von der Nordinsel zu sehen.
Bevor ich mit dem eigentlichen Reisen begonnen hatte, war ich schon fuer Kurztrips in Waitomo und auf der Coromandel Peninsula (Halbinsel). Waitomo ist fuer seine Tropfsteinhoehlen hier sehr bekannt. Um das Ganze ein bisschen spannender zu gestalten, hab ich mich fuer ein Adventure Trip angemeldet gehabt. Dieser war zwar nicht wirklich herausfordernd, dafuer waren die Hoehlen sehr beeindruckend. Auf der Coromandel Peninsula bin ich an diversen Orten gewesen. Wie so oft, waren die Orte teilweise absolut menschenleer und wunderschoen. Groesstenteils musste ich aber wieder sehr viel auf Schotterpisten und auch durch kleine Baeche fahren, um diese Orte zu erreichen. Bin dann dort ein bisschen an Felswaenden fuer gute Fotos rumgeklettert und hab ein paar Tracks gemacht. Kann ich nur weiterempfehlen. Leider muss ich irgendwo dort, auch meine Speicherkarte verloren haben, auf der die ganzen Suedinsel Fotos waren. Leider gibt es hierfuer auch kein Backup, wodurch die Fotos wohl nie jemanden zu sehen bekommt.
Die erste Station beim richtigen Trip war das East Cape. Das ist der Ort, an dem jeden Tag zuerst die Sonne aufgeht. Um den Sonnenaufgang mitzubekommen, habe ich auf dem Parkplatz uebernachtet und binn dann um 5 Uhr fruehs aufgestanden. Es war zwar ziemlich bewoelkt und hat teilweise auch etwas geregnet, aber trotzdem war der Sonnenaufgang schon ziemlich beeindruckend. Hab das Ganze von der Plattform eines malerischen Leuchtturms verfolgt. Ach was ich auch noch dort in der Naehe gesehen habe, war ein Pferd auf der Strasse. Bis dato sind mir nur Schafe, Rinder und Elche auf der Strasse begegnet. Hab versucht, das Pferd wieder in eine etwas sichere Gegend zu bringen, was mir aber nicht gelingen wollte. Das Pferd war einfach zu sturr, hat sich aber ohne Murren Streicheln lassen. Ich gehe mal davon aus, dass Pferde keine Bananen moegen, da dieses meine Banane verweigerte (hatte leider keine Moehren dabei). Hab es dann schweres Herzens in der Naehe der Strasse stehen gelassen, da auch keine Ranch oder o.ae. zu sehen war.
Nach dem Ganzen bin ich an der East Coast entlang gefahren und hab an diversen Orten halt gemacht. U.a. Cooks Cove Walkaway, der zu einem wunderschoenen Cape geht, das nach James Cooks benannt wurde. Wen der Name nicht sagt, sei gesagt, dass dieser einer der wichtigsten Personen in der neuseelaendischen Geschichte aus. Er war naemlich der erste Nicht-Maori, der die Insel betreten hat und somit als Gruendungsvater gilt.
Am naechsten Tag habe ich dann Napier besucht, welches schnell zu meiner Lieblingsstadt in Neuseeland avancierte. Die Mischung aus Architektur und Stimmung ist in der Stadt echt was Besonderes. Wenn ich wieder nach Neuseeland komme, werde ich dort auf jeden Fall mehr Zeit verbringen.
Anschliessend bin ich dann etwas weiter gefahren und zwar an das suedliche Ende der Nordinsel. Cape Palliser. Zuerst wollte ich dort auf einen Leuchtturm auf einen Berg hochklettern, was aber nicht moeglich, da die Treppe ganz nach oben vollkommen beschaedigt war. So bin ich dann nur ein paar hundert Meter weiter zu einer Seehundkolonie gefahren, welche ziemlich beeindruckend war. Hatte ja bereits auf der Suedinsel diverse Erfahren mit Seehunden gemacht, aber diesmal war die Menge echt ueberwaeltigend. Ich schaetze, dass ungefaehr 200 dort waren und unglaublich viele kleine, suesse Baby-Robben. Hab mich dann ein paar Stunden dorthin gesessen und hab den Roben sowie dem Meer beim Spielen zu geschaut. Hab mich dort auch etwas verletzt, da der Wind so stark war, dass ich von einem Felsen geblasen wurde, als ich gerade ein Foto machen wollte. Musste dadurch ungefaehr 2,5m in eine Felsspalte vollkommen unkoordiniert springen, was meine Fuesse nicht so gut verkraftet haben. Mein Rechter war noch tagelang danach geschwollen und meine Schuhe war total zerkratzt. Hatte auch etwas schlechter ausgehen koennen. Sozusagen Glueck in Unglueck.
Bin danach zum Hiking zu den Putangirua Pinnacles gefahren, welche echt beeindruckend sind. Kann das Ganze echt schlecht beschreiben und werde deshalb ein Foto in der naechsten Zeit online stellen. Bin dort aus ein bisschen rumgeklettert, was sich als ziemlich dumm herausgestellt hat, da der Boden die ganze Zeit nachgegeben hat und es ziemlich steil war, was v.a. den Rueckweg ziemlich schwierig und auch gefaehrlich gestaltet hat.
Die naechsten Tage habe ich dann in Wellington verbracht. Leider musste ich dort feststellen, dass mein Kameraladegeraet kaputt ist und es in Neuseeland kein Geschaeft gibt, dass dieses verkauft. Ich haette es extra bestellen muessen, was aber sinnlos gewesen waere, da ich sowieso nur kurze Zeit ueberall war. Dementsprechend gibt es ab Wellington keine Fotos mehr. Aufgrund des Vorfalls auf der Coromandel Peninsula und diesen hier werde ich leider kaum Bilder mit nach Hause bringen koennen. Fuer mich ist das okay, da ich meine Erinnerungen habe, aber fuer euch ist das wohl um einiges trauriger. Egal, ich muss halt nochmal nach Neuseeland.
In Wellington habe ich das Nationalmuseum, das Te Papa, angeschaut, welches das wohl interessanteste Museum ist, das ich bisher besucht habe. Vieles dort ist interaktiv und bindet den Besucher mit ein. Hab dort auch sehr viel Neues ueber Neuseeland erfahren.
Ansonsten gibt es in Wellington sehr viele antike Gebaeude und sehr viele Anzugtraeger :-), welche immer sehr gestresst wirken. Halt richtige Banker.
Nach Wellington hat es mich dann zum Mt. Taranaki (ca. 2000m hoch) getrieben. Dies ist ein noch aktiver Vulkan, der mit seinen zwei nebendran liegenden Vulkanen, die einzige Erhebung in der Gegend ist und somit alles ueberstrahlt. Leider zieht er auch alle Wolken an, wodurch ich am ersten Tag nichts sehen konnte und es zudem die Ganze Zeit monsunartig geregnet hat. Dafuer konnte ich ihn dann am zweiten komplett erblicken. Und ich muss sagen, dass dieser Vulkan etwas Besonderes hat, sozusagen eine Vulkanschoenheit :-). Hab dann dort ein bisschen Hiking gemacht.
Anschliessend bin dann ueber den Forgotten World Highway, welcher auch offiziell so heisst, in den Tongario Nationalpark gefahren. Auf dem Weg dorthin bin ich dann auch durch die einzige Republik in Neuseeland gefahren. Ja richtig, es gibt noch eine eigenstaendige Republik in Neuseeland. Urspruenglich war diese Republik eine ganz normale neuseelaendische Stadt. Als man aber die Stadt einem anderen Verwaltungsbezirk zuordnen wollte, haben sich die Bewohner quer gestellt. Man haette dann z.B. auch zu einem Bezirk mit einer befeindeten Rugby-Mannschaft gehoert, was man sich nicht gefallen lassen wollte, worauf die Bewohner dann ihre eigene Republik gegruendet haben. Dort kann man dann z.B. auf Schafrennen wetten. Manchmal sind die Kiwis schon etwas eigenartig.
Im Tongario Nationalpark habe ich dann das bekannte Tongario Crossing gemacht, welches einer der besten Ein-Tages-Wanderungen (18km lang) auf der Welt ist. Da ich keine Lust hatte, mit hundert Menschen das Crossing gleichzeitig zu machen, habe ich am eigentlichen Ende angefangen und bin entgegengesetzt zu den anderen gelaufen, was sich auch bewaehrt hat. Ich bin ca. 4,5 gewandert und war davon 3,5 Std. alleine mit den Bergen und der Natur. Die Wanderung selbst geht, wenn man auf der falschen Seite anfaengt, etwa 2,5 Std. teilweise steil bergauf. Von oben und auch von vielen Punkt auf dem Weg hinauf hat man eine faszinierende Sicht auf die umliegende Umgebung. Oben angekommen, laeuft man dann ca. 1 Stunden durch ein Vulkanlandschaft mit Kraterseen und allem drum und dran. Der Rest des Weges geht dann auf der anderen Seite wieder bergabwaerts und endet dann auf einen Parkplatz, der etwa 7 km von dem dazugehoerigen Highway entfernt ist. Da es zwar versch. Shuttles gibt, dieser aber nur auf der anderen Seite verfuegbar waren, da ich schliesslich am falschen Ende begonnen hatte, musste ich dann noch die 7 km bis zur Strasse laufen, wodurch ich dann auf ungefaehr 25km gekommen bin. Bin dann per Anhalter bis zur anderen Seite gefahren. Hatte dabei wirklich Glueck, da mich das erste Fahrzeug gleich mitgenommen hatte und die Strasse nicht sehr befahren ist.
Am naechsten Tag bin ich dann nach Taupo gefahren und hab dort u.a. einen Tandem-Fallschirmsprung aus 15.000 Fuss gemacht, was unglaublich genial war. Erst der freie Fall von ca. 1 Minute und dann die Gleitphase mit dieser unglaublichen Umgebung. Ich war danach noch fuer 2 Std. auf einen regelrechten Dopamin-Trip. Einfach unbeschreiblich.
Naechste Station war dann Northland. Der noerdliche Teil der Nordinsel. Auf dem Weg dorthin bin ich in einem Vorort von Auckland in einem riesigen Outletcenter gewesen und hab mir dort ein paar Sachen gekauft. Dort war echt alles vertreten, was in Neuseeland Rang und Namen hat. Und die Preise waren teilweise 70% reduziert. Also falls ihr mal in Auckland seit, solltet ihr dort auf jeden Fall mal hingehen.
In Northland bin ich dann ans Cape Reinga gefahren, was die fast noerdlichste Stelle Neuseelands ist. Dieser Ort ist fuer allem fuer die Maori sehr wichtig, da dieser als Uebergang der Seelen in die Totenwelt gehen. Was mir vor allem in Erinnerung bleiben wird, ist der Wind dort. Ich konnte echt kaum stehen und musste mich immer in den Wind reinlegen, um laufen zu koennen. War echt krass. Dort in der Naehe gibt es dann auch riesige Sandduenen auf denen auch man Sandboarden machen kann. Hatte das Ganze auch versucht, aber der Sand war leider zu nass, da es vorher geregnet hat, wodurch es sehr schleppend voran ging.
Kurz nachdem Cape Reinga gab es dann auch einen negativen Hoehepunkt. Der Temparaturanzeiger meines Autos ist auf einmal nach oben gegangen. Als ich das Ganze checken wollte, ist mir erstmal nichts aufgefallen, weshalb ich das Auto erstmal abkuehlen lassen habe. Bin dann weitergefahren bis die Anzeige wieder im Kritischen Bereich war. Als ich dann angehalten bin, ist mir sofort ein Loch in einem Rohr aufgefallen, dass das Kuehlmittel zum Motor transportiert. Hab es tatsaechlich geschafft, das Rohr mit Isoband zu flicken. Dachte ich jedenfalls. Musste nach ein paar km wieder anhalten. Als ich die Motorhaube aufgemacht habe, kam das Kuehlmittel diesmal direkt aus dem Motor. Ausserdem hatte sich das Kuehlwasser noch mit Oel vermischt. Hab es dann schlussendlich mit Hilfe von Einheimischen und Mengen von Wasser bis zur naechsten Werkstatt geschafft, welche ungefaehr 60km entfernt war, da die Gegend dort nicht wirklich besiedelt ist. Umso laenger sich der Mechaniker dann dort den Wagen angeschaut hat, umso mehr hat er aufgezaehlt, was ausgetauscht werden muss. Da die Kosten den Wert des Auto mehrfach ueberstiegen haetten, habe ich das Auto dort dann stehen lassen. Das Dumme ist dabei, dass ich das Auto gleichzeitig per Auktion auf trademe (eine Art ebay) angeboten habe und tatsaechlich noch 705 Dollar bekommen haette, was sich dann natuerlich erledigt hatte.
Bin dann mit dem Bus nach Auckland gefahren, wo ich dann die letzten 4 Tage verbracht habe. Hab dort nicht mehr wirklich viel gemacht, da es fast nur geregnet hat.
Und nun bin ich in Seoul und warte immer noch. Aber demnaechst (ca. 1 Std.) beginnt das Boarding und dann bin ich bald zurueck. Bin etwas traurig, dass ich Neuseeland verlassen, da ich gerne noch laenger dort geblieben waere. Aber zum anderen freue ich mich natuerlich auch auf meine Familie und auf meine Freunde (und natuerlich auf meine Goldi :-) ).
Ich denke der Eintrag ist jetzt auch ausfuehrlich genug. Falls es doch noch Fragen gibt, koennt ihr gerne nachfragen.
 
bis bald
 
PS: Habe die Karte, mit den Orten, in denen ich gewesen bin, aktualisiert.
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Sa

11

Apr

2009

Bilder

Hab es jetzt auch mal geschafft, ein paar Bilder hochzuladen.

Einfach mal unter PHOTOS nachschauen.

 

schönen Tag noch

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